Am Samstag ging es für die Kassel Titans um alles oder nichts, denn im Halbfinalspiel mussten die Saarland Hurricanes Prospects überwunden werden, die auf dem zweiten Platz der Oberliga Hessen / Rheinland-Pfalz / Saar Gruppe West stehen. Die Kassel Titans schmücken den ersten Platz der Gruppe Ost.

Dementsprechend gut vorbereitet und kämpferisch zeigten sich die Nordhessen bereits im ersten Viertel. Es dauerte nicht lange bis Luca Brinner den ersten Touchdown erkämpfte und 6 Punkte auf die Kasseler Habenseite holte. Der anschließende Kick zum Extrapunkt glückte und so stand es 7:0 für die Titans. Die Saarländer konnten im Anschluss nur langsam Raum gewinnen und scheiterten letztlich an der starken Kasseler Defense, die durch einen Turnover wieder in Ballbesitz kommen konnte. Den unerwartet schnellen Wechsel zurück in die Offense nutzten die Kasseler eiskalt aus und so holte Anton Brinner den zweiten Touchdown für Kassel. Erneut war der Kick gültig und erhöhte auf 14:0.

Das zweite Viertel begann mit einem Turnover für die Saarländer, einem anschließenden Lauf bis in die Red Zone und einem hart erkämpften Touchdown für die Hurricanes, die damit merklich erleichtert zurück ins Spiel fanden. Der anschließende Kickoff rollte in die Endzone und damit zum Touchback. So starteten die Titans an ihrer 20-Yard-Linie. Nun ging es schnell. Der Ball erreichte erneut Anton Brinner, der unaufhaltsam und schier unerreichbar in die Endzone des Gegners rannte und den dritten Touchdown für Kassel einsackte. Was für ein Run! Erneut war der Extrapunkt korrekt. Nun hatten die Titans Blut geleckt. Sie wollten mehr. Ebenso wollten die etwa 400 Zuschauer mehr und feuerten lautstark die Kasseler Defense an. Diese, erneut beflügelt, holte sich nach dem nächsten Turnover den Ball zurück. Es ging Schlag auf Schlag und wieder einmal war es Anton Brinner, der nun weitere 6 Punkte nach Kassel holte. Fast atemlos ging es weiter. Nach dem anschließenden Kick folgte erneut ein Turnover für die Titans, dann ein Run bis zur 13, First Down an der 4-Yard-Linie und Touchdown durch den Quarterback selbst: Kevin Ekhorutomwen erkämpfte 6 Punkte für Kassel. Diesmal allerdings ohne Extrapunkt, denn das wäre ja zu einfach. So kämpften sich die Titanen noch einmal in die Endzone der Saarländer und verbuchten 2 Punkte auf der Kasseler Habenseite. Mit einem Zwischenstand von 35:6 ging es in die Halbzeit.

Wie das zweite Quarter endete, so ging es im dritten weiter. Wieder war es Anton „unstoppable“ Brinner, der unaufhaltsam alle Gegner hinter sich ließ. 6 Punkte plus Zusatzpunkt für Kassel! Doch die Gäste zeigten, dass sie noch nicht aufgegeben hatten und kämpften sich bis in die Endzone. Zwei Dinge hatte die Kasseler Defense an diesem Samstag auf der Hessenkampfbahn jedoch bewiesen: Erstens führt an ihnen fast kein Weg vorbei und zweitens kann man eine Begabung für Turnovers nicht verleugnen. Und so stand unerwartet schnell die Kasseler Offense wieder auf dem Spielfeld, diesmal konnte allerdings trotz des anschließenden Raumgewinns nicht gepunktet werden. Dafür zogen die Hurricanes vor und holten nach einem starkem Angriff ihren zweiten Touchdown zum 42:12.

Im letzten Viertel setzten die Kasseler ihre Serie fort. Diesmal war es Luca Brinner, der die nächsten 6 Punkte verbuchte. Mit Zusatzpunkt standen nun 49:12 auf der Tafel. Im Anschluss erarbeiteten sich die Gäste weitere 6 Punkte. Der abschließende Touchdown von Johannes Hoelker sorgte für das Endergebnis von 55:18. Damit stehen die Kassel Titans im Finale und müssen am kommenden Samstag gegen die Wetzlar Wölfe antreten. Bei der letzten Begegnung mussten sich die Kasseler geschlagen geben, es verspricht also ein hartes Spiel zu werden.

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