Foto: Marcus Leitschuh

Bis zum 28. Juni 2024 sind jetzt im Foyer des Bildungsforums St. Michael Kassel Erinnerungen an die Installation „Statik der Resonanz“ von Anne Gathmann zu sehen. Im documenta-Sommer 2017 hing ihr Band aus mehr als viertausend Aluminiumelementen in der Elisabethkirche. Titel der kleinen Ausstellungsreihe ist „BERÜHRT³KircheKunstKultur – Retrospektive berührender Kunstmomente in der Elisabethkirche“. Nachdem das Dach der Elisabethkirche eingestürzt ist, will die kleine Retrospektive erlebbar machen, wie Menschen an diesem Ort durch Kunst berührt wurden. Monatlich wechselnde Fotos der zwischen 2002 und 2022 in der Elisabethkirche Kassel gezeigten Kunstinstallationen ausgestellt.

Veranstalter sind die Pfarrei Sankt Elisabeth, das Bildungsforum St. Michael und die Citypastoral Kassel, mit Unterstützung durch die Stadt Kassel und das Bistum Fulda. Die Ausstellung ist in der Regel Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr und freitags bis 16.00 Uhr im Bildungsforum St. Michael, 1. Etage Kolpinghaus Kassel, Die Freiheit 2, geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten kann man Termine bei unter info@bildungsforum-sanktmichael.de machen. Der Eintritt ist frei. Infos gibt es unter www.citypastoral-kassel.de

Michaela Tünnemann vom Bildungsforum St. Michael: „Der Titel „berührthoch3“ nimmt darauf Bezug, dass die Kombination von Kirche, Kunst und Kultur in der Elisabethkirche Menschen Berührungen ermöglicht hat.“ Kerstin Leitschuh (Citypastoral Kassel) hat in den Gästebüchern der Ausstellungen gelesen und sie mit Klinikseelsorger Jan Uhlenbrock vertont. Einige Zitate kleben im Treppenhaus zur Ausstellung: „Immer wieder ist zu spüren, dass die Kunst in der Elisabethkirche Menschen berührt hat. Berührt mit den eigenen Themen und Fragen des Lebens, mit Gott und mit diesem Kirchenraum, den sie als wohltuend, spirituell hilfreich und gut empfunden haben.“ Marcus Leitschuh koordiniert die Kulturarbeit der Elisabethkirche. „Wir wollen nicht nur die Erinnerung an die vergangenen Ausstellungen wachhalten, sondern zeigen, wie sehr in der Elisabethkirche Kunst die Menschen mit den Themen des Glaubens, der Welt und des Lebens in Kontakt gebracht hat.“   

Hintergrund: In Sichtweite der zentralen Ausstellungsorte der documenta steht die Elisabethkirche am Kasseler Friedrichsplatz. Diese unmittelbare Nachbarschaft ist der Ausgangspunkt für eigene Ausstellungen mit umfangreichen Begleitveranstaltungen zu den documenta-Ausstellungen seit der documenta 11 im Jahr 2002. Die Vorbereitungsgruppe aus Bistum Fulda und Dekanat Kassel leitete dabei die Überzeugung, dass die Begegnung mit aktueller Kunst vielfältige Möglichkeiten für den Diskurs über Fragen zur Angst und Hoffnung der Gegenwart sowie den Anliegen und Motiven christlichen Glaubens eröffnet. Grundlegend für die Gestaltung der Elisabethkirche ist die Erfahrung, dass viele Besucherinnen und Besucher der documenta das Bedürfnis haben, zur Ruhe zu kommen, sich von den unzähligen Eindrücken zu erholen. Die Installation in der Kirche machte das möglich: Der so genutzte Kirchenraum wurde zum Raum der Besinnung und der Konzentration. Einen digitalen Rückblick auf die Ausstellungen gibt es unter www.kunstraumkirche.de (pm)

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