Seit einem Jahr führt Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Viele Menschen haben furchtbare Verluste erlitten. Das Leben in dem umkämpften Land ist zur großen Herausforderung geworden. Auf den vielen Kundgebungen, die in diesen Tagen stattfinden, erfährt man viel Mitgefühl, aber auch Dankbarkeit derer, die ein neues Zuhause gefunden haben. Und doch bleibt da dieses dumpfe Gefühl durch die immerwährenden Schreckensnachrichten aus der Ukraine.

Die Violett Kunstgalerie hat sich diesem Thema angenommen. Bei der neuen Ausstellung „Kinderbriefe aus der Ukraine“ handelt es sich um Botschaften der Schwächsten und Schutzbedürftigsten, der Kinder. Viele kleine Kunstwerke sind entstanden. Sie handeln von Trauer, von Angst und Verzweiflung, von zerstörten Träumen und verlorener Kindheit. Der Blick fällt auf Gegensätze – früher und heute – hier das süße Leben und dort die gnadenlose Zerstörung. Die Bilder wirken tief und treffen den Betrachter, der sich auf die emotionale Fahrt einlässt, mit voller Härte. Einmal mehr wird der Wahnsinn des Krieges bewusst, aber hier geht es tiefer. Es sind die Kleinsten, die zu Wort kommen, diejenigen, die ein Anrecht auf eine harmonische und sorgenfreie Kindheit haben. Und dennoch, trotz aller Grausamkeit findet man auch hoffnungsvolle Töne und Träume von einer besseren Zukunft – Wünsche nach Frieden mit einer Leichtigkeit, wie sie vielleicht nur Kinder vermitteln können.

Die Ausstellung „Kinderbriefe aus der Ukraine“ ist geöffnet bis zum 1. März 2023. Die Räume befinden sich auf der oberen Ebene der Königsgalerie Kassel.

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