Erst kürzlich haben sie ihr aktuelles Album „Noir“ herausgebracht. Am 26. Februar beginnt ihre gleichnamige Tour. Heute haben wir Sammy und Ines von den Broilers bei RADIO BOB! in Kassel getroffen und konnten ein paar Worte wechseln.

Die Broilers wurden bereits 1994 von Sammy Amara und Andreas Brügge gegründet. Die Gruppe aus Düsseldorf spielt deutschen Punk mit Rockabilly-, Soul- und Ska-Elementen. Mittlerweile gehört das Quintett zu den Top-Bands im deutschsprachigen Rock.

Die Broilers gibt es bereits seit den 90ern. Welche Bands haben euch ursprünglich inspiriert bzw. euren Musikstil geprägt?

Sammy: Angefangen hat es mit dem Album „Learning English“ von den Toten Hosen. Die Toten Hosen haben darauf ihre Helden gecovert, z.B. The Boys, The Lurkers und die Ramones. Diese Platten haben wir dann nachgekauft und haben uns in diese Punkszene verliebt. Nachdem wir dann die Sex Pistols und ihren Style kennengelernt haben, ging es ganz schnell. Das Zusammentreffen von Melodie und Härte hat uns inspiriert.

Zu den Toten Hosen ist eine Freundschaft entstanden. War das bereits während euer Gründungszeit?

Sammy: Anfangs waren wir einfach nur Fans. Dann hat man sich aus den Augen verloren, da es als unschick galt, die Toten Hosen zu hören. Wir waren ja „richtige Punks“. Dann kam eines zum anderen. Ich habe angefangen T-Shirt-Designs für die Jungs zu entwickeln. Letztendlich sind wir zum gleichen Management gekommen und so hat sich der Kreis geschlossen.

Ihr habt gerade euer neues Album „Noir“ herausgebracht. Euer Musikstil hat sich über die Jahre verändert. Was sagen die Broilers heute zu ihren alten Songs. Findet ihr die immer noch gut?

Sammy: Auf jeden Fall, wir finden sie alle immer noch super.

Wie wichtig sind euch politische Texte?

Sammy: Sehr wichtig. Uns ist das wichtig, was uns auf der Seele brennt. Wenn es politische Themen gibt, die uns stören, dann finde ich, dass sie angesprochen werden können und sollen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bands haben eure älteren Songs auf euren Konzerten nach wie vor einen hohen Stellenwert.

Sammy: Die Alben machen wir für uns selbst. Bei Konzerten sieht es aber etwas anders aus. Die Leute zahlen viel Eintritt und haben auch eine gewisse Erwartung an uns und die Show. Außerdem gehören die Songs, die wir vor 20 Jahren geschrieben haben, genau wie unsere aktuellen nach wie vor zu uns.

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