Die Powermetalband Edguy gibt es bereits seit 1992. Gegründet wurde sie als Schülerband von den damals 14jährigen Tobias Sammet, Jens Ludwig, Dirk Sauer und Dominik Storch aus Fulda. Mittlerweile sind 22 Jahre vergangen und aus der Schülerband ist eine der bekanntesten Metalbands geworden. Wir haben Sänger Tobias Sammet bei Radio Bob! in Kassel getroffen.

 

Kassel24: Edguy existieren bereits seit 1992. Welche musikalischen Einflüsse spielten bei der Prägung eures Sounds eine Rolle?

Tobias Sammet: Alles, was wir selbst gehört haben, also hauptsächlich klassischer Rock. Bei mir persönlich waren das Iron Maiden, Kiss, Deep Purple, AC/DC und Helloween.

Kassel24: Wie schafft man den Weg von einer Schülerband zu einer der größten europäischen Metalbands?

Tobias Sammet: Einfach nicht darüber nachdenken und machen. Für uns war klar, dass wir eine internationale Rock- oder Metalband werden wollten. Mit 14 war man noch so naiv, dass wir uns immer wieder sagten, dass wir nur am Ball bleiben müssten. „Wenn es dann sein sollte, dann wird es auch passieren.“ Wir haben einfach immer weiter gemacht und nach Abi und Zivildienst kamen schon die ersten Touren. Damit haben wir auch schon genug Geld verdient, dass wir nicht verhungern und keine Nebenjobs annehmen mussten. Wir haben einfach immer weiter gemacht.

Kassel24: Vor ein paar Tagen ist das neue Album „Space Police – Defenders Of The Crown“ veröffentlicht worden.

Tobias Sammet: Ja, es ist sehr gut und sehr hart geworden. Es ist eine sehr typische Edguy-Platte, ohne dass sie in irgendeiner Form abgedroschen oder alt klingt. Es ist nichts, was wir schon einmal gemacht haben und trotzdem klingen die Elemente vertraut. Ich bin sehr guter Dinge, die Reaktionen sind tierisch. Im japanischen „Burrn“ Magazin, einem der renommiertesten Rockmagazinen weltweit, haben wir die besten Kritiken, die wir jemals bekommen haben. Auf diesen Zuspruch stoßen wir zur Zeit überall; die Platte wird sehr wohlwollend aufgenommen. Es ist sehr geil, wenn man nach 22 Jahren Bandkarriere eine aktuelle Platte herausbringt und die Leute nicht sagen, dass die alten Alben besser waren.

Kassel24: Dieses Jahr steht noch eine Tour an. Spielt ihr auch auf Festivals?

Tobias Sammet: In Deutschland nicht. Festivals besuchen wir in diesem Jahr nur im Ausland. Darunter werden z.B. Tschechei, Slowakei und Schweden sein.

Kassel24: Gibt es schon Projekte nach der Tour? Hast du weitere Pläne?

Tobias Sammet: Die Tour wird sehr lange dauern. Erstmal geht es durch Europa, danach ist Russland geplant, gefolgt von Südamerika. Nächstes Jahr wird es in die USA gehen. Nach der Tour wird es aber auch wieder etwas von Avantasia geben.

Kassel24: Wie ist der Bandname Edguy entstanden?

Tobias Sammet: Wir wollten damals als Schülerband schon einen Bandnamen haben, den auf keinen Fall schon jemand gesichert haben konnte. Das habe ich von Gene Simmons gelernt. Es zeigt übrigens unsere Ambitionen. Deshalb haben wir uns einfach ein Wort ausgedacht. Edguy basiert auf einem Lehrer, der Edgar hieß. Der Name ist natürlich schon scheiße, dessen sind wir uns bewusst. Aber irgendwann haben wir eine Platte gemacht und noch eine Platte und dann noch eine Platte und der Name wurde immer bekannter. Wir konnten uns während der gänzlich erfolglosen Zeit am Anfang nicht dazu entschließen, den Namen zu wechseln und irgendwann war es einfach zu spät dafür. Und dann haben wir gesagt:“Ok, jetzt haben wir diesen Kacknamen.“

Kassel24: Zu guter Letzt: Welcher ist dein aktueller Edguy-Lieblingssong?

Tobias Sammet: Das ist eine schwierige Frage, aber im Moment tendiere ich zu „Space Police“.

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